Softwarevirtualisierung mit App V 5 192Unser Buch "Softwarevirtualisierung mit App-V 5"

Das deutsche App-V 5 Buch: 496 Seiten Wissen zu Microsoft App-V 5 (5.1 bis HF6). Ab Windows 7 bis Server 2016 mit Zusatzinhalten zu App-V mit VDI, Terminalservern, XenDesktop und SCCM Mit Fragestellungen zum Contentstore, Skripting, Hochverfügbarkeit usw.

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App-V 5 für Anfänger

App-V 5 für Anfänger und Einsteiger

Ein Kunde fragte vor kurzem, „Was ist App-V“? Ich konnte es fast nicht glauben, da eine Umstellung auf eine MSI-Paketierung geplant wurde und ich eigentlich, auf Empfehlung eines Bekannten, dafür beraten wollte. Aber genau in dieser Kundensituation würde der Kunde durch Microsoft App-V viel Zeit und Geld einsparen können. Er möchte VDI mit Windows 10 nutzen und hat auch noch Enterprise lizensiert in dem die Lizenz für App-V bereits enthalten ist. Aus der folgenden Diskussion und der anschließenden Beratung kam eine Empfehlung an mich: „Schreib doch bitte einmal einen Artikel für App-V Einsteiger!“  Richtig so, irgendwie verliert man schnell das Wesentliche aus den Augen.
Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr bei der TecCon 2017 eine Session für App-V Einsteiger geplant und hier diesen Artikel geschrieben. Wer tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich natürlich auch unser App-V Buch.

 

Was ist Microsoft App-V

Microsoft Application Virtualization bzw. meist verwendet "App-V" ermöglicht es, Anwendungen zu virtualisieren (Isolation, Sandbox) und in Echtzeit von einem Anwendungsserver an jeden Client zu streamen. Es entfällt die Notwendigkeit für die traditionelle lokale Installation der Anwendungen, obwohl eine eigenständige Bereitstellungsmethode auch unterstützt wird.
  • Anwendungsvirtualisierung: Die Anwendung wird vom ausführenden Betriebssystem isoliert und eine Zwischenschicht zwischen Anwendung und Betriebssystem als Laufzeitumgebung zur Verfügung gestellt. Die Anwendung verhält sich jedoch so, als sei sie lokal installiert obwohl die Anwendungskomponenten tatsächlich an einem anderen Ort zu finden sind. Diese Zwischenschicht ermöglicht es weiterhin die Interaktion der virtuellen Anwendungen untereinander durch sogenannte Verbindungsgruppen zu bestimmen. Beispielsweise können so mehrere Java Versionen getrennt auf einem System existieren. App-V-Applikationen sind ebenfalls voneinander getrennt, sodass verschiedene Versionen derselben Applikation gleichzeitig auf einem System vorhanden sein dürfen.
App-V Integration und App-V Subsysteme 
  • Streaming: Bei einem Streaming wird die Anwendung bei der ersten Benutzung auf den Client-Cache „installiert“ (gestreamt) und in einem lokalen Cache abgelegt. Der App-V-Stack erzeugt ein virtuelles Environment, so dass eine Applikation keine Änderungen direkt an das Dateisystem des zugrundeliegenden Betriebssystems und / oder der Registry vornimmt, sondern nur in eine anwendungsspezifischen "Blase".
  • Bereitstellung mit PowerShell: App-V Anwendungen können sehr einfach ohne Streaming mit wenigen PowerShell Befehlen wie MSI Pakete lokal bereitgestellt werden
  • Bereitstellung mit dem MSI Wrapper: Mit jedem App-V Paket wird ein kleines MSI Paket erzeugt, welches die Bereitstellung des eigenen Paketes ermöglicht. Voraussetzung dabei ist der App-V Client.
  • App-V Server Infrastruktur (optional): App-V ermöglicht somit eine zentrale Installation und Verwaltung von eingesetzten Applikationen. Es unterstützt eine richtlinienbasierte Zugriffskontrolle; Administratoren können den Zugriff auf die Anwendungen von bestimmten Benutzern oder auf bestimmten Computern definieren und beschränken, indem sie Richtlinien für die Nutzung definieren.
Microsoft App-V ist eine zusätzliche Komponente, die eine Lizenzierung benötigt. Die Lizenzierung ist benutzerdefiniert und wird entweder durch die Lizenzierung von Software Assurance im Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) (Workstation) oder als Teil der Microsoft Remote Desktop Server-Clientzugriffslizenz (RDS-CAL) erworben.
Mit in Windows 10 Enterprisereis (Version 1607) und Server 2016 ist App-V Teil des Betriebssystems und kann mit Gruppenrichtlinien oder über PowerShell mit „Enable-AppV“ aktiviert werden.

 

Vorteile mit App-V

App-V ist Anwendungsisolation und Streaming von Anwendungen. Damit entfallen Dinge wie:
  • Keine DLL Konflikte
  • Keine Veränderung des Betriebssystems
  • Schnelle Installationszeiten, weniger Wartezeit
  • Vermeidung von Konflikten in der Registrierung
  • Konflikte zwischen verschiedenen Java Versionen (Runtimes auch FoxPro etc.)
  • Weiterhin können Anwendungen im „Shared Content Store Mode“ für Terminalserver direkt über das Netzwerk und nur mit einer minimalen lokalen Datenhaltung bereitgestellt werden. Anwendungen lassen sich auch im laufenden Betrieb austauschen und Updaten.
Vorteile für den Anwender:
  • Kleine Masterimages und somit kurze Wartungsintervalle bei Patchen
  • Updates im laufenden Betrieb ohne die Benutzer zu behindern
  • Parallele Nutzung verschiedener Versionen einer Anwendung
  • Weniger Anwendungskonflikte (DLL Hell)
  • Parallele Runtimes (Java, FoxPro etc.) und somit weniger Neuanmeldungen in andere Silos
  • Zukunftssicher durch die Integration in Windows 10 (Enterprise) und Server 2016 
  • Keine Installationen bei der Anmeldung (MSI, Active Setup)
  • Automatische Konfiguration der Anwendung. Die Einstellungen liegen mit im Paket
 

Welche weiteren Komponenten existieren (Version 5.x)?

Architektur hat zwei Hauptoptionen, den Sequencer und den Client. Hinzu kommen optionale Funktionen.
 
Komponenten auf der Workstation:
  • Der Microsoft Application Virtualization 5.x Sequencer (App_V Sequencer), mit dem eine benutzerdefinierte Anwendung für die virtualisierte Bereitstellung paketiert (sequenziert) wird.
  • Der Microsoft Application Virtualization 5.x Client (App-V Client), der am Betriebssystem verwendet wird, um die virtuelle Anwendung auszuführen. Es gibt zwei Formen des Clients, einen für Desktop-Betriebssysteme (ab Windows 7 mit Service Pack 1 und Windows 8) und einen für Server-Betriebssysteme für die Verwendung als Remote Desktop Session Host Server.
  • (Optional) Microsoft Application Virtualization Report Service (App-V Reporting - der Client sendet Daten), eine Komponente, die Anwendungsinformationen (wann wird welche Applikation gestartet) der virtualisierten Anwendungen sammeln kann und in Intervallen an den App-V Reporting Server sendet.
  • (Optional) Microsoft Application Virtualization 5.0 Client UI Application (App-V UI) ist eine separate Komponente. In der Regel ist die Konsole nicht für Endbenutzer erforderlich, aber die Bereitstellung der Konsolenanwendung bietet dem Benutzer zusätzliche Kontrolle über die virtuellen Anwendungen, die zuvor autorisiert und ausgeliefert wurden. Eine offizielle Version ist nur für 5.0 und bis Windows 8.1 freigegeben. Durch die interne Nutzung der PowerShell sind jedoch keine Beeinträchtigungen der Funktion unter Windows 10 zu erwarten (funktioniert auch hier). [DL: https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=41186]
App-V Serverkomponenten:
 
App-V kann mit vielen Softwareverteilungsprodukten genutzt werden. Das insbesondere durch die PowerShell Schnittstelle, die mit dem Client mitgeliefert wird oder durch das MSI, welches mit jedem Paket mitgeliefert wird. Im MDOP sind die eigenen Serverkomponenten enthalten. Diese ermöglichen eine zentrale Verwaltung der Verteilung von "App-V" Paketen.
 
App-V Management Server (App-V Verwaltungsserver) 
Die vollständige App-V 5.x Infrastruktur besteht aus folgenden Serverkomponenten:
  • Der App-V Verwaltungsserver (Management Server), wird verwendet, um Anwendungen und Verbindungsgruppen zu definieren, darauf Active Directory Benutzer- oder Computerkontogruppen zu berechtigen und an diese Gruppen zu verteilen. Weiterhin werden gruppenbasierende individuelle Einstellungen pro Paket unterstützt, wie beispielsweise das Erstellen von Verknüpfungen oder Skripte bei der Paketbereitstellung.
  • Der App-V Veröffentlichungsserver (Publishing Server) ist als Web Service implementiert, der Konfigurations- und Paketinformationen in Form einer XML an den App-V Client liefert.
  • App-V Reporting Server ist eine optionale Komponente (ein Webservice), die Benutzungsinformationen (sogenannte Metering) der virtualisierten Applikationen zentral sammeln und auf einem SQL Server speichert. Dort können mit den Reporting Services u.a. die Nutzung der Anwendungen ermittelt werden.
  • App-V Paketspeicher (Content Store), eine einfache Dateifreigabe, die von den Clients verwendet wird, um von dort virtuelle Anwendungen zu streamen. Weiterhin ist es möglich App-V Pakete auch von einem Webserver zu streamen.
     

Hier die Übersicher einer App-V Umgebung ohne Hochverfügbarkeit:

App-V Full Infrastructure schema, volle App-V Infrastruktur

 

Wie geht es weiter? Wie kann ich testen?

 
Dazu demnächst hier einige Links und neue Videos von mir. Wenn Ihr bis dahin weitere Informationen wünscht, könnt Ihr mich auch gerne einmal anrufen. 
 
App-V mit Profilmanagementlösung (UE-V Teil 3)
UE-V (Teil 2) für Windows 10, Version 1607 konfigu...

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